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Lateline

Ich fass‘ es nicht: Jan Böhmermann reden jeden Donnerstag von 23 bis 1 Uhr ununterbrochen wirren Blödsinn. Soweit nichts neues, doch seit jenem 15. April 2010 kann ganz Deutschland mithören und mitreden.

Für die neue bundesweite Live-Radiolabersendung „Lateline“ übernimmt Jan Böhmermann jeden Donnersduck die Rolle des freundlichen Jürgen-Domian-Imitators. Die wunderbaren Kollegen Jens-Uwe Krause (Montag), Holger Klein (Dienstag) und Caroline Korneli (Mittwoch) betreuen die Freaks der Republik an den anderen Wochentagen – oder wie es die offizielle Pressemitteilung verlautbart:

Die über die Radiogrenzen hinaus bekannten Moderatoren Jan Böhmermann, Caroline Korneli, Jens-Uwe Krause und Holger Klein diskutieren mit den Hörern über den alltäglichen Wahnsinn, Lust oder Frust, Witziges, Unsinniges oder schlichtweg Banales. Jede Sendung hat ein anderes Thema. Wer mitdiskutieren, mitreden oder mitstreiten möchte, wie zum Beispiel die Welt in 50 Jahren aussieht, ob deutsche Soldaten an Kriegseinsätzen beteiligt werden sollten, ob Studenten ihre Gehirne für Prüfungen dopen sollten, wo Fremdgehen anfängt, welcher WG-Putzplan Sinn macht, was eine gute Party ausmacht oder wer lediglich über Buchtipps für die Ferien quatschen möchte, der wählt einfach die bundesweit kostenfreie Telefonnummer 0800 – 80 55555 und ist mittendrin in der LateLine.

Die Lateline mit Jan Böhmermann – jeden Donnerstag von 23 bis 1 Uhr auf Bremen Vier, N-Joy, YOU FM, Sputnik und Das Ding!


>Interview mit Jan Böhmermann zur Lateline
Nach hartnäckigem Anfragen erhielt die Redaktion von BOEHMERMANN.DE ein exklusives Interview zu Jan Böhmermanns neuen Engagement.

Herr Böhmermann, wo kann man Sie ab dem 15. April überall hören?

Grob gesagt: Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt.

Aha, vielen Dank! Wo befindet sich denn eigentlich Ihr “LateLine”-Sendestudio?

Tjaha, das ist eine ganz besonders interessante Geschichte. Caro Korneli sendet aus Berlin, Jens-Uwe aus Bremen und Holgi aus Berlin und/oder Frankfurt. Ich werde, ohne Quatsch, aus einem atombombensicheren Notstudio des WDR an der Ahr senden, da wir zum Sendezeitpunkt kein dauerhaft disponierbares Studio in der Nähe meines Wohnortes gefunden haben. Der „Studiobunker“ wurde noch zu Zeiten des Kalten Krieges errichtet und war Teil einer Notfallsendeanlage, aus der im Falle eines Atomangriffs gesendet worden wäre. Es befindet sich in der Nähe von Rech an der Ahr. Ich hatte bereits die Gelegenheit das Studio zu besuchen und hoffe, dass sich die besondere Atmosphäre dieser skurrilen Sendeumgebung auf die Show überträgt.

Im Ernst jetzt? Stimmt das mit dem Bunkerstudio?

Ja, im Ernst.

Werden Sie prominente Gäste haben?

Ja! Einmal im Monat, oder je nach Lust und Laune, werde ich einen prominenten Gast in die Show einladen und mit ihm und den Hörern quatschen.

Wieso kann man Sie  und Ihre Talksendung ausgerechnet bei Ihrem Quasi-Heimatsender 1LIVE nicht hören?

Keine Ahnung! (Böhmermann fängt an zu schluchzen und zu zittern) Ich habe auch schon mehrmals bei Domian angerufen, um meine Verzweiflung darüber jemandem mitzuteilen, aber ich weiß es nicht.

Ja, und was ist mit “Fritz” für Berlin und Brandenburg? Für Fritz bin ich leider nicht angesagt und unangepasst genug.

Na gut. Aber eine Sache ist schon auffällig: Warum überträgt der Saarländische Rundfunk alle drei anderen LateLine-Ausgaben, nicht aber Ihre Show am Donnerstag Abend?

Dazu darf ich mich aus rechtlichen Gründen nicht äußern, nur soviel: Entweder hat sich der Saarländische Rundfunk mit der Nicht-Übertragung meiner Show dem politischen Druck aus dem bürgerlich-liberalen Lager gebeugt oder dem dort zuständigen Rundfunkgremium hat mein Bestechungspräsentkorb mit abgelaufenen Mon Cherie, lauwarmem Dosensekt und einem ambitionierten Nacktfotoalbum von mir nicht zugesagt. Egal, mir ist das ganz recht, ich habe sowieso Angst vor dem Saarland.

Herr Böhmermann, vielen Dank für dieses Gespräch.

Bitte.

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